Unser C-Wurf.
Same same but different.
Geboren vom 01.–03.12.2024 · 11 Welpen · alle rot
Manchmal machen Hunde ihre eigenen Pläne.
Eine Wiederholung der Verpaarung von Boss und Maya war zu diesem Zeitpunkt nicht geplant. Die beiden sahen das offensichtlich anders – und so wurde aus einer ungeplanten Verpaarung unser C-Wurf.
Zwischen dem 1. und 3. Dezember 2024 brachte Maya elf Welpen zur Welt: zwei Hündinnen und neun Rüden.
Die Geburt zog sich über einen langen Zeitraum, verlief insgesamt aber weitgehend unkompliziert. Drei der Rüden kamen deutlich kleiner zur Welt als ihre Geschwister und lagen auch in ihrer ersten Entwicklung zunächst zurück. Mit der Zeit holten sie jedoch auf.
Elf Welpen sind viel. Viel Arbeit, wenig Schlaf, ständig irgendetwas zu beobachten – und gleichzeitig eine dieser Zeiten, die im Rückblick viel zu schnell vergangen sind.
Elf kleine Persönlichkeiten.


Same same – but different.
Boss und Maya hatten uns bereits mit dem B-Wurf sieben Welpen geschenkt. Deshalb war natürlich die Frage da, wie ähnlich sich beide Würfe sein würden.
Die Antwort kam ziemlich schnell:
Same same – but different.
Auch im C-Wurf sehen wir vieles wieder, was wir an der Kombination von Boss und Maya mögen. Die Welpen entwickelten sich insgesamt zu aktiven, ausgeglichenen und sozial kompetenten Hunden.
Und trotzdem ist der C-Wurf nicht einfach eine Wiederholung des B-Wurfs.
Als Gruppe erleben wir diese Hunde weniger körperlich in der Interaktion miteinander und gleichzeitig deutlich kommunikativer – oder, weniger vornehm ausgedrückt: lauter. Auch die starke körperliche Nähe zum Menschen, die wir bei einigen Hunden aus dem B-Wurf sehen, ist im C-Wurf weniger ausgeprägt.
Gleiche Eltern bedeuten eben nicht gleiche Hunde.
Genau das macht Zucht für uns so interessant.
Bekannte Gene, eigene Persönlichkeiten.

Elf kleine Edelsteine.
Für die Namen dieses Wurfes haben wir Edelsteine und Mineralien gewählt.
Nicht nur wegen ihrer Namen oder Farben. Uns gefiel der Gedanke, dass ihnen seit Jahrhunderten bestimmte Bedeutungen, Kräfte und Eigenschaften zugeschrieben werden – ganz unabhängig davon, ob man daran glaubt oder nicht.
Alle elf Welpen sind rot.
9/11 DS-frei. Die beiden betroffenen Welpen wurden durch uns im April 2025 operiert.
Aufwachsen gehört für uns ins echte Leben.

Unsere Nachzucht.
Wenn Pläne sich verändern.
Mit elf Welpen entwickelt sich nicht jeder gleich. Und nicht jede frühe Idee bleibt bestehen.
Tiger war zunächst für eine Co-Ownership-Lösung vorgesehen. Im Laufe seiner Entwicklung zeigte sich bei ihm jedoch ein Unterbiss im erwachsenen Gebiss. Damit war für uns klar, dass diese ursprüngliche Planung nicht weiterverfolgt wird.
Auch Tako war für uns eine Zeit lang ein Hund, den wir mit Blick auf die weitere Zucht interessant fanden. Er zog zu seinem Vollbruder Snickers aus dem B-Wurf, und wir haben seine Entwicklung weiter aufmerksam verfolgt.
Mit der Zeit hat sich auch diese Planung verändert.
Das ist für uns kein Scheitern einer Idee.
Es gehört zur Zucht dazu.
Ein Welpe kann vielversprechend sein. Ein Junghund kann uns gefallen. Und trotzdem kann die richtige Entscheidung später sein, ihn nicht für die Zucht einzuplanen.
Ein Wurf, der seinen eigenen Weg geschrieben hat.

Eine Entscheidung für diesen Wurf.
Aktuell sehen wir keinen der elf Hunde aus unserem C-Wurf für einen späteren Zuchteinsatz vor.
Das bedeutet nicht, dass dieser Wurf uns enttäuscht hat.
Und es bedeutet auch nicht, dass wir die Verpaarung von Boss und Maya grundsätzlich anders beurteilen.
Im Gegenteil: Wir sehen im C-Wurf viele Eigenschaften, die uns gefallen. Die Hunde entwickeln sich in vielen Bereichen so, wie wir es uns von dieser Kombination erhofft haben.
Aber Zucht bedeutet für uns nicht, aus jedem guten Wurf zwangsläufig einen Hund für die nächste Generation behalten zu müssen.
Entscheidend ist, was wir zu einem bestimmten Zeitpunkt für unsere weitere Zucht brauchen – gesundheitlich, charakterlich und körperlich.
Candy und Fred aus dem B-Wurf zeigen gleichzeitig sehr deutlich, dass Boss und Maya für uns Hunde hervorgebracht haben, mit denen wir weiterarbeiten möchten.
Unsere Entscheidung betrifft deshalb
diesen C-Wurf und diese elf Hunde
. Sie ist keine grundsätzliche Entscheidung gegen die Verpaarung oder ihre Nachzucht.
Auch Tako bleibt für uns genauso interessant wie seine Geschwister. Wir möchten wissen, wie sie sich weiterentwickeln, wie sie erwachsen werden und was sie uns mit der Zeit über diese Kombination zeigen.
Denn einen Hund interessant zu finden und ihn tatsächlich für die Zucht einzuplanen, sind für uns zwei unterschiedliche Dinge.

Was von diesem Wurf bleibt.
Der C-Wurf hat uns noch einmal sehr deutlich gezeigt, wie wenig sich Zucht vollständig planen lässt.
Dieselben Eltern.
Eine Kombination, die wir bereits kannten.
Und trotzdem elf neue Hunde mit eigenen Stärken, Eigenheiten und Entwicklungen.
Wir können Abstammungen studieren, Gesundheitsergebnisse vergleichen, Hunde über Jahre beobachten und uns sehr genau überlegen, was wir von einer Verpaarung erwarten.
Das tun wir auch.
Aber am Ende entsteht kein Ergebnis auf Bestellung.
Es entstehen Hunde.
Und dann beginnt unsere eigentliche Aufgabe: hinzusehen, ehrlich zu beurteilen und bereit zu sein, unsere ursprünglichen Gedanken zu verändern, wenn die Entwicklung der Hunde etwas anderes zeigt.
Vielleicht beschreibt deshalb kein anderer Satz diesen Wurf besser:
Same same – but different.
RO
DE
EN